Dr. Janka Oertel ist Distinguished Policy Fellow im European Power Programme des European Council on Foreign Relations (ECFR). Sie leitet hier die DARE* Initiative, die in allen sieben Büros in ganz Europa und gemeinsam mit allen Programmen des ECFR am Thema Europas industrielle Wettbewerbsfähigkeit arbeitet. Zuvor war sie sechs Jahre lang als Direktorin des Asienprogramms des ECFR tätig. Sie ist Autorin von „Ende der China-Illusion. Wie wir mit Pekings Machtanspruch umgehen müssen“, erschienen im August 2023 im Piper Verlag.

Janka forscht und publiziert zu chinesischer Außen- und Wirtschaftspolitik, dem weiten Feld der Beziehungen zwischen Europa und China – von Technologiefragen bis zur Klimapolitik, US-China Beziehungen und Sicherheit im Indo-Pazifik. Sie hat vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats und dem Deutschen Bundestag ausgesagt und wird häufig in führenden Medien wie der Financial Times, der New York Times, The Economist, Die Zeit, El Confidencial, Berlingske und vielen anderen zitiert.

Von 2019 bis Ende 2025 baute Janka das Asienprogramm des ECFR neu auf und leitete es. Zuvor arbeitete sie als Senior Fellow im Berliner Büro des German Marshall Fund of the United States, wo sie sich auf die transatlantische China-Politik konzentrierte, darunter auf neue Technologien, chinesische Außenpolitik und Sicherheit in Ostasien. Vor ihrem Eintritt bei der GMF war sie als Programmdirektorin im Berliner Büro der Körber-Stiftung tätig, wo sie unter anderem für Young Leaders-Aktivitäten in Zusammenarbeit mit der Münchner Sicherheitskonferenz und für das Berlin Foreign Policy Forum in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt verantwortlich war.

Janka hat an der Christian-Albrechts-Universität Kiel studiert und an der Friedrich-Schiller-Universität Jena promoviert. Der Schwerpunkt ihrer von der Studienstiftung des deutschen Volkes geförderten Dissertation lag auf der chinesischen Politik innerhalb der Vereinten Nationen. Während der Promotion war sie als Gastwissenschaftlerin an der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin tätig. Als Carlo-Schmid-Stipendiatin arbeitete sie zuvor im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York im Rahmen eines vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der Studienstiftung geförderten Praktikumsprogramms.